• Roman Welzk

Wohnungssuche in der Schweiz | Auswandern Schweiz | reisegedanken.com

Aktualisiert: 25. Apr.

Gibt es Unterschiede zwischen der Wohnungssuche in Deutschland und der Schweiz?

In diesem Artikel erfährst du, wie du eine Wohnung in der Schweiz findest und was du bei der Suche beachten musst.


Wir sind Roman und Nadine, 2019 in die Schweiz ausgewandert, und geben in unserem Blog hilfreiche Tipps für deinen Weg in die Schweiz.



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Ohne Arbeit, keine Wohnung!

Zuallererst einmal es ist es nicht so leicht eine Wohnung in der Schweiz zu finden. Denn ihr braucht zuerst einen Arbeitsvertrag. Solltet ihr noch keinen haben, dann können wir euch empfehlen erst einmal ein AirBnB zu buchen oder bei Bekannten/Familie/Freunden unterzukommen. Günstige Hotels sind auch eine Option, können aber auf Dauer trotzdem ins Geld gehen. Nach unserer Erfahrung ist es von Vorteil, wenn ihr euch direkt aus der Schweiz bewerbt und recht zeitnah für Bewerbungsgespräche zur Verfügung steht.

Es kann bis zu einem halben Jahr und länger dauern, bis ihr einen Job findet! Wenn ihr wissen wollt, wie man sich richtig bewirbt oder ihr leichter einen Job findet, haben wir für euch diesen Artikel geschrieben.


  • Finde zuerst eine Arbeit

  • Nutze AirBnB falls du keine Wohnung findest

  • Nutze günstige Hotels

  • Suche lieber länger aus Deutschland, als dein Geld hier zu verpulvern (falls AirBnB oder ähnliches für dich nicht in Frage kommen)







So findest du leichter eine Wohnung!

Die Suche nach der perfekten (oder erstmal überhaupt einer) Wohnung ist eine der größten Hürden, die dir begegnen werden. Oft geht man den Weg über Wohnungsportale. In diesen Portalen bekommst du leider nicht immer eine Antwort, lass dich davon nicht unterkriegen! Daher der erste Tipp, ruf am besten immer direkt bei dem Vermieter an. Das kommt in der Regel bei schweizer Vermietern gut an. Noch ein wichtiger Tipp dazu, nutze unbedingt eine Schweizer Nummer! Hol dir vorher eine Prepaidkarte und dann gehts in die 1 zu 1 Gespräche. "Leider" können wir bestätigen, dass uns dies geholfen hat. Es herrschen immer noch viele Vorurteile gegen Ausländer, je nach Region.


Der Anruf bietet außerdem den Vorteil, dass ihr euch direkt besser kennenlernt. Wenn du dann auch noch Schweizerdeutsch verstehst, hast du schon mal einen Stein im Brett. Gern erzählen wir auch etwas persönlichere Sachen. Es macht uns einfach authentischer.

Am Anfang haben wir ca. 30 Vermieter angeschrieben, wovon uns nur einer geantwortet hat. Mit einer Schweizer Nummer ging es dann schon etwas leichter.


Hier haben wir mal einige Portale für euch:


Vergesst auch nicht private Wohnungsanzeigenportale zu nutzen. Auch Tutti.ch oder Ricardo.ch sind tolle Seiten um sich nach einer Wohnung umzusehen. Auch lohnt es sich vor Ort nach Wohnungen zu fragen, oft wissen die Einwohner mehr als du. Mehr als "Nein" sagen können sie nicht.





Unterschiede bei der Wohnungssuche in der Schweiz und in Deutschland!

Was wir super finden, in Schweizer Wohnungen ist die Küche immer schon vorhanden. Immer? Na gut in 95% der Wohnung ist sie vorhanden. Sollte sie nicht vorhanden sein, würden wir wahrscheinlich eine andere Wohnung suchen. Die ist für uns der größte Vorteil, dass du keine Küche kaufen musst bzw. dich beim Umzug nicht darum kümmern musst. Ihr müsst euch vorstellen, wie teuer Küchen sind, wie viel Provision du zahlst wenn du eine neue Küche kaufst, das ist teilweise unfassbar.


Waschmaschine und Trockner sind auch meist vorhanden. Oft sind diese in einer Waschküche/-Keller für das ganze Haus. Dann teilt man sich die Waschtage auf. Für uns weniger schön, daher suchen wir für gewöhnlich Wohnungen, in denen ein Waschturm bereits integriert ist. Haltet euch unbedingt an diese Waschzeiten um Stress und Streitereien zu vermeiden.


Es gibt offizielle Zügeltage, meistens zum 31. März, 30 .Juni und 30. September. Da ist natürlich viel los auf den Straßen und man findet schlecht Umzugsfirmen. Umzüge und auch Handwerker sind dann auch teurer.


Zügelt ihr selbst mit einem Mietwagen überprüft unbedingt die Fahrverbotszonen und -zeiten in den Städten. Oft darf man nur von 9-11 Uhr oder zu ähnlichen Zeiten frei herumfahren.


Meldet euren Umzug bei der Kantonalen Behörde an und fragt falls ihr die Zeiten nicht einhalten könnt. Dies ist dann meist kein Problem.


Euer Arbeitgeber kann (oder muss) euch einen Tag frei geben zum umziehen. Überprüft dies am besten mal wie es dazu in eurem Unternehmen aussieht.





Was braucht ihr nach der Besichtigung?

Du brauchst eine aktuelle Schufaauskunft, wenn du noch nicht in der Schweiz gemeldet bist.

Bist du bereits in der Schweiz, brauchst du eine Betreibungsauskunft (Schweizer Schufa) nicht älter als 14 Tage.


Wo bekommst du eine Betreibungsauskunft?


Eine Betreibungsauskunft kann von jeder natürlichen Person angefordert werden. Ihr könnt sie in allen Filialen der Post oder online beantragen. Kosten ca. 20 Franken pro Person.


Bei der Post bestellen

Beim Kanton Basel-Stadt bestellen (Für den Konton Basel-Stadt; hier hat jeder Kanton natürlich eine eigene Stelle)


Geht ihr persönlich in das Kantonsamt und kauft sie dort, könnt ihr sie direkt mitnehmen. Das Dauert - je nachdem wieviel gerade los ist - nur wenige Minuten. Mit einer Vollmacht des Partners, auch für diesen. Ausländerausweis auf jeden Fall mitnehmen.





Das brauchst du nach der Besichtigung ​

  • Eine aktuelle Schufaauskunft, wenn du noch nicht oder nicht lange in der Schweiz gemeldet bist

  • Eine aktuelle Betreibungsauskunft, wenn du bereits in der Schweiz gemeldet bist (eventuell reicht dem Vermieter auch die Schufaauskunft)

  • Eventuell Nachweis Privathaftpflicht

  • Die Unterlagen sollten aktuell sein

  • Die Betreibungsauskunft darf nicht älter als 14 Tage sein (Kosten ca. 20 CHF)

  • Empfohlen sind ein kurzes persönliches Anschreiben und eine Kopie des Personalausweises (dies hebt dich von der Masse ab)

  • Oft wird nach Referenzen gefragt (ehemaliger Vermieter und Arbeitgeber), diese werden teils angerufen und befragt (informiert diese darüber, dass ihr sie als Referenz angebt)

Alle Unterlagen werden nach der Besichtigung an den Vermieter oder die jeweilige Verwaltung gesendet. Meist gibt es noch einen "Bewerberbogen", den ihr zusätzlich noch ausfüllen müsst. Da ist aber nicht weiter dramatisch, hier werden nur noch mal eine Details abgefragt, wie der Vollständige Name, Einkünfte usw. Dann steht dem Zügeltag nichts mehr im Wege.





Das wichtigste zum Mietvertrag!
  • Die Kaution beträgt meist 1-3 Monatsmieten

  • Diese werden auf ein Verzinstes Konto eingezahlt und bei Auszug wieder freigegeben

  • Mietzins bedeutet Kaltmiete (solltet ihr das Wort mal lesen)

  • Die Wohnung wird super sauber und ordentlich übergeben

  • Alle Mängel werden genauestens protokolliert

  • Meist sind Mieter, Vormieter und Vermieter bei der Übergabe anwesend

  • Auf dem Land lädt man Nachbarn zur Begrüßung gern zum Apero ein

  • In der Stadt ist ein Apero nicht üblich

  • 14 Tage nach Umzug spätestens in der Gemeinde anmelden




 
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